Skulptur von Hans Illner

„Welle“

Das ist also übriggeblieben von den riesigen eiszeitlichen Gletschern, den Seen und Strömen: ein wohnlicher See mit sanft ansteigenden, bewaldeten Geröllufern.
Das  ist übriggeblieben von dem kleinen Bach, der in diesen Uferhang ein Kar gegraben hat: ein trockenes Bachbett.
Jetzt kehrt das Vergangene wieder:
Der See schickt eine Welle über das Ufer den Hang hinauf in den Wald.
Sie fliegt mit wasserblauen Flügeln durch das Bachbett, knapp über den Grund,
über das kupferbraune Laub,
schwingt mal links mal rechts die Böschung hinauf
der Quelle entgegen…
oder ist es umgekehrt?
Eingebettet in die von der Natur geschaffene, sich wandelnde Landschaft, – ihren Farben und Formen -, behauptet sich die Kunstwelle durch Farbe und Abstraktion.