Skulptur von Axel Wagner

„Reflexion“

Der in die Baumhöhle des abgestorbenen Baumes eingepasste Spiegel reflektiert den gegenüberliegenden, lebendigen, wachsenden Wald. Mystisch und rätselhaft wohnt das Lebendige im Abgestorbenen, reflektiert das Alte das Neue.
Je nach Standpunkt des Betrachters ergeben sich ästhetisch immer neue Aspekte. Ebenso mit dem Wechsel der Jahreszeiten und Lichtverhältnisse.

Mit einer minimalen Intervention wird hier ein Baum (Eiche) geehrt, der lange Zeit lebendiger Teil des wunderbaren Ufers des Ammersees war und der sich nun, bereits abgestorben, seinem Ende entgegenneigt. Sein umgefallener Körper wird bald als Nährboden für neues Leben dienen. In dem Spiegel blickt er zurück auf das Leben, spiegelt das Leben und macht uns den Kreislauf des Lebens auf ästhetische Weise bewusst. Dabei ist der Spiegel so ausgerichtet, dass der menschliche Betrachter sich selbst nicht spiegelt und er sich ohne Ablenkung kontemplativ der Situation und deren Assoziationen hingeben kann.

zur Skulptur „Zeichen 282 1/2“